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Rechnet sich eine Energiesparmodernisierung?

Es kommt darauf an, wie weit Sie in die Zukunft sehen

  Langfristiges Denken zahlt sich aus  
 

Wer erwartet, dass sich seine Energiesparinvestition innerhalb weniger Jahre auszahlt, der ist am besten mit aktueller Anlagentechnik beraten (Heizung/Solarthermie). Das Problem dabei ist, dass der Energiebedarf des Hauses unverändert bleibt. Wer für sein Haus einen zeitlichen Rahmen von 20 Jahren und mehr vor sich sieht, der sollte zuerst den Energiebedarf senken und dann die Anlagentechnik darauf abstimmen.

EKONZEPT empfiehlt in vielen Fällen das 7-Liter-Niedrigenergiehaus im Bestand!

Der 1. Schritt - vernünftige Ziele vor Augen haben      

Die Entwicklung bei den Energiepreisen - insbesondere bei Brennstoffen völlig zu ignorieren kann teuer werden. Zu ehrgeizige Modernisierungsziele rechnen sich nicht, weil die Baukosten nicht in Relation zur "Lebenserwartung" der Komponenten stehen oder der Aufwand nicht im Verhältnis zum Nutzen steht. Am vernünftigsten ist es, wenn sich der Aufwand der Energiesparmodernisierung nach einer bestimmten Zeit amortisiert. Und das ist mit Energiesparkonzepten von EKONZEPT möglich: 

Welche Maßnahmen sind vernünftig?

Mittlerweile können wir auf eine ganze Reihe abgerechneter energetischer Altbausanierungen zurückgreifen. Dabei hat sich herausgestellt, dass für Altbausanierungen in den meisten Fällen ein Standardverbrauch im Bereich um 7-Liter pro m² und Jahr anzustreben ist, weil die Baukosten und Energieeinsparung bei diesem Ziel und bei einem Ansatz für Energiepreissteigerung von effektiv 3% pro Jahr am vernünftigsten sind.

 

Ein Beispiel: Ausgangssituation EFH Bj. 1972, 150m² in Ulm

In dem beispielhaften Projekt geht es um ein Einfamilienhaus mit 150m² Nutzfläche. Errichtet wurde das Haus 1972. Es wird von der Familie Schmid selbst bewohnt. Das Objekt weist aktuell größere Putzschäden auf und die Fassade muss umgehend neu gestrichen werden. 

Für das Haus wurde von EKONZEPT im Rahmen einer geförderten Energiesparberatung vor Ort ein aktueller Primärenergiebedarf von 288 Kilowattstunden pro Quadratmeter  im Jahr (kWh/m²a)ausgewiesen. Das ist typisch für diese Bauzeit, als Preise für Heizöl noch keine große Rolle spielten.

 

Aktueller Ölpreis powerd by www.esyoil.com

 München
 Stuttgart
 Karlsruhe

Heizölpreis-Entwicklung Süddeutschland, Karlsruhe...

 

Beim derzeitigen Heizölpreis muss Familie Schmid heute schon jährlich über 2000 Euro nur für Heizung und Warmwasserbereitung aufbringen. Wir gehen in unserem Beispiel nicht von bevorstehenden Energiekrisen aus, sondern rechnen mit einer effektiven Preiserhöhung für Brennstoffe von effektiv 3% pro Jahr aus (5% Preissteigerung, nominal - abzüglich 2% Inflationsrate).

Wissen Sie noch, dass ein Liter Super vor "nur" 20 Jahren umgerechnet 50 Cent gekostet hat? Es gibt vieles, was dafür spricht, dass die Preise für Öl und Gas in Zukunft teurer werden:

  • Funde neuer Erdölquellen sind trotz immer besser werdender Suchmethoden seither dramatisch zurückgegangen.
  • Der weltweite Ölverbrauch ist derzeit auf höchstem Niveau und steigt weiterhin rasant an
  • 2005 liegen wir im Bereich der Überschreitung der maximal möglichen Ölförderung (optimistische Annahme: 200 Jahre vom ersten Ölverbrauch bis zum letzten Tropfen)
  • etc.

Wir halten einen Ansatz von effektiv 3% Preiserhöhung für Erd- und Heizöl pro Jahr für seriös.

Eine Überlegung...

Heute hat Familie Schmid einen Energieverbrauch von gut 40.000 Kilowattstunden pro Jahr. Dafür muss sie bei einem Preis von rund 50 Cent pro Liter rund 2000 Euro jährlich ausgeben. Bei einer Preissteigerung von 3% effektiv pro Jahr, würde sie in 20 Jahren für eine Tankfüllung, mit der sie ein Jahr auskommt, schon 3.500 Euro aufbringen müssen und hätte in 20 Jahren rund 54.000 Euro an ihre Ölliferanten bezahlt.

Würde Familie Schmid eine Energiesparmodernisierung zum 7-Liter-Energiesparhaus heute durchführen, hätte sie in 20 Jahren bei gleicher Preissteigerung jährliche Heizölkosten von knapp 700 Euro und insgesamt nur etwa 13.500 Euro für Heizkosten ausgegeben. Eine Ersparnis von gut 40.000 Euro.

Mit dieser Überlegung wollen wir aufzeigen, welcher Effekt sich bei der reinen Energieeinsparung ergibt. An dieser Stelle muss aber auch erwähnt werden, dass diese Rechnung keine Wirtschaftlichkeitsberechnung darstellt, weil eine Modernisierung viel Geld kostet.

Nebenbei bemerkt, hätte Familie Schmid in 20 Jahren rund 200.000 Tonnen (!) CO2 weniger in die Luft geblasen, als ohne Modernisierung.

Ein Kredit kostet Geld

Wie kann Familie Schmid unter normalen Voraussetzungen heute wirtschaftlich handeln, auch wenn sie für privat genutztes Eigentum keine steuerlichen Vorteile geltend machen kann?

Energiesparinvestitionen müssen sich stets an den Energiekosten messen, die ohne diese Maßnahmen angefallen wären, messen, d.h. sie sind immer im Vergleich zu den sonst entstehenden Energiekosten zu sehen. Rentabel ist eine Maßnahme dann, wenn die gewünschte Energieersparnis nicht teurer "erkauft" wird, als durch den alternativen Energiebezug ohne Durchführung der Maßnahme (einschließlich Zins und Tilgung für das eingesetzte Kapital).

Ein annuitätischer Gewinn kann grundsätzlich als Differenz zwischen annuitätischen Erlösen und annuitätischen Kosten definiert werden. Zur Ermittlung der annuitätischen Kosten werden die aus einer energiesparenden Maßnahme entstehenden zusätzlichen Investitionskosten (d.h. lediglich die Mehrkosten gegenüber der ohnehin anstehenden baulichen oder anlagentechnischen Instandsetzung) sowie die Kosten zur Beheizung des Gebäudes und eventuell anfallende Zusatzkosten (z.B. Wartung oder Hilfsenergie) auf konstante annuitätische Kosten umgerechnet.

Im Beispiel einer Modernisierung für das Wohnhaus der Familie Schmid gehen wir von einer Finanzierung über 25 Jahre aus und vergleichen vier verschiedene Qualitäten der Modernisierung:

  • ohne energetische Verbesserung, nur was sowieso gemacht werden muss (Putz, Anstrich)
  • Gut gedämmte neue Gebäudehülle, neue Fenster, neuer Heizkessel, Solarkollektoren, Einsparung rund 22 Liter pro m² und Jahr, also 7-Liter-Haus
  • wie vor mit besserer Dämmung, besseren Fenstern, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, neuer Heizung, Solarkollektoren mit Heizungsunterstützung, Beseitigung starker Wärmebrücken, Einsp. rund 25 Liter/m²a, also 4-Liter-Haus
  • wie vor, jedoch maximale Dämmung, sehr gute Fenster, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, neue Heizung, Solarkollektoren, restlose Beseitigung aller Wärmebrücken, etc., Einsp. rund 26 Liter/m²a, also 3-Liter-Haus

Maßnahme Putz + Anstrich

7-Liter Modern.

4-Liter Modern.

3-Liter Modern.

Bedarf Primärenergie in kWH/m²a 

288

70

40

30

Vollkosten

10.000

52.500

89.000

100.000

Sowieso-Kosten

10.000

10.000

10.000

10.000

Mehrkosten energetische Modernisierg

0

42.500

79.000

90.000

Förderbetrag barwertig (Modell-Förderung NEH im Bestand)

0

11.496

27.281

27.548

Betrachtungs-Zeiraum

25

25

25

25

Inflation

2%/Jahr

2%/Jahr

2%/Jahr

2%/Jahr

Eigenkapital

0%

0%

0%

0%

Fremdkapital

100%

100%

100%

100%

Kalkulations-Zins, nomial

5%/Jahr

5%/Jahr

5%/Jahr

5%/Jahr

Teurung Energie efektiv

3%/Jahr

3%/Jahr

3%/Jahr

3%/Jahr

Energieträger

Öl

Öl-Brennwert

Öl-Brennwert

Öl-Brennwert

Energiepreis heute

55 Cent/Liter

55 Cent/Liter

55 Cent/Liter

55 Cent/Liter

annuitätischer Gewinn mit Förderung

0

591€

pro Jahr

-283

/Jahr

-751€

/Jahr

annuitätischer Gewinn ohne Förderung

0

-62€

pro Jahr

-1.833€

pro Jahr

-2.317€

pro Jahr

Familie Schmid hat über EKONZEPT die zusätzliche Modellförderung zum Niedrigenergiehaus im Bestand erhalten. Jetzt wohnt die Familie in ihrem neuen Niedrigenergiehaus im Bestand und freut sich über die schöne neue Fassade und kleine Heizölrechnungen. Dabei hat sie bei den oben dargestellten Annahmen im Durchschnitt einen Vorteil von rund 600 Euro pro Jahr. Ganz ohne Fördermittel wäre ein kleiner annuitätischer Verlust von rund nur 60 Euro pro Jahr gegeben. Von Erhöhungen bei Energiepreisen ist Familie Schmid heute und in Zukunft sehr viel unabhängiger, als vor der Modernisierung.

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Wenn Sie es genau wissen wollen...
...dann nutzen Sie die geförderte  Energiesparberatung-Vor-Ort. EKONZEPT zeigt Ihnen, wie Sie Ihren Altbau am vernünftigsten fit für eine gute Zukunft machen.
Sie sind handwerklich begabt?

Manches können Sie selber machen. Aber achten Sie auf die Details. Beispielsweise kommt es beim Fenstereinbau auf sorgfältige Abdichtung und Dämmung der Fugen und Ausführung der Bauteilanschlüsse an. Um Schäden und Ärger zu vermeiden, lässt man z. B. den Einbau neuer Fenster besser von erfahrenen Fachbetrieben ausführen. Gerade bei kritischen Detailpunkten kann man sich dann auch eine vier- bis fünfjährige Gewährleistungsfrist (VOB oder BGB) verlassen. Sollten Mängel vorhanden sein, werden sie in diesem Zeitraum zu Tage treten und können für Sie kostenneutral beseitigt werden.

Die Dämmung Ihrer Kellerdecke hingegen können Sie z. B. recht einfach selber ausführen, wenn die vorhandenen Leitungen das zulassen.


Erstellt: 11.01.2011